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Sonntag, 3. Juli 2011

Was mich immer ein wenig wundert, ist, dass es hier in den frühen Morgenstunden und am späteren Abend sehr kühl wird. Wir sind heute gegen 7 Uhr aufgewacht (irgendjemand hat heute Poolparty gemacht um 3 Uhr früh, aber nur ich bin aufgewacht) und nach dem Frühstück habe ich wieder eingepackt. Diesmal ist es ja einfacher, weil wir das Auto haben.  Und ein wenig Routine hab ich auch schon.

Danach wurden wir von LA Tours vom Hotel abgeholt und wir sind zum Hollywood Boulevard, wo wir das Chinese Theatre und das Kodak Theatre und die Abdrücke der Hände und Füße der Stars anschauen konnten. Die Tour habe ich für einem offenen Wagen gebucht (Buddy Tour), wo nur 12 Leute reinpassen, aber man einen guten Ausblick hat.

Zuerst sind wir den Mullholland Drive gefahren, wo wir einen Ausblick auf die ganze Stadt hatten, die aber ein wenig im Dunst verschwunden ist. Und einen Blick auf das Hollywood-Sign, wo aber Marlene enttäuscht war, weil es noch immer so weit weg war.

Dann ging es durch die Nobelviertel von LA, Beverly Hills und Bel Air, Sunset Strip und Rodeo Drive. Wir haben die Villen von vielen Prominenten gesehen, der Guide (der sehr schnell gesprochen hat) hat gemeint, man trifft den einen oder anderen auch persönlich mal bei der Tour, viele sind freundlich zu den gaffenden Touristen, wir waren aber zu früh dran für einen Sonntag. Diese Gegend ist wirklich atemberaubend schön und man versteht, dass die reichen Leute da wohnen wollen. Wir haben unter anderem die Häuser von Sharon Stone, Tom Cruise, David Beckham (nur von der Ferne), Michael Jackson, Elvis Presley usw gesehen.Viele Häuser waren auch Schauplatz von bekannten Filmen.

Der Rodeo Drive war auch toll,  er hat uns auch die “Shops” gezeigt, wo Pretty Woman einkaufen gegangen ist, wo Richard Gere gewohnt hat und wo er sie dann abgeholt hat. Ist irgendwie witzig, wenn man das in Natura sieht.

Mittlerweile ist es ziemlich heiß geworden und am Ende der Tour wurden wir gegen 13 Uhr wieder ins Hotel gebracht. Wir haben dann entschieden, gleich zu unserem Hotel Holiday Inn Anaheim zu fahren und keine Downtown-tour zu machen.

Mittlerweile bekommt Thomas ein wenig Routine, was das Autofahren betrifft. Es ist tatsächlich nicht so einfach, hier zu fahren. Wir haben zwar das Navi, dieses rechnet in Meilen und Fuß und da muss man sehr aufpassen, dass man die richtige Abzweigung erwischt. Es ist ganz anders beschildert als bei uns und die Amerikaner haben da eine ganz andere Logik. Aber schön langsam durchschauen wir das. Auch was uns immer zu Hause gesagt wurde, dass die Amerikaner sehr langsam fahren und sehr rücksichtsvoll, können wir noch nicht ganz bestätigen, was zumindest LA angeht. Man überholt auf 5spurigen Autobahnen sowohl rechts als auch links und viele schneiden einfach andere Autos. Heute war aber sehr wenig los, weil Sonntag ist und trotzdem muss man sehr aufpassen.

Das Hotel gefällt uns gut, es ist größer als das Best Western und wieder eine ganz “normale” Bettenburg. Mittlerweile haben wir uns auch ein wenig damit abgefunden, dass die Betten sehr schmal sind und nicht wirklich für zwei Erwachsene ausreichend breit. Aber wir schaffen das irgendwie, dass wir doch Platz haben.

Nach einer kurzen Pause entscheiden wir, dass wir noch in ein Shopping Center fahren, das hier ganz in der Nähe ist. Wir wollen was essen und brauchen ein paar Sachen. Heute ist Sonntag und die Geschäfte haben ganz normal geöffnet und sichtlich beschließen die Amerikaner heute einkaufen zu gehen, die Parkplatzsuche gestaltet sich schwierig. Als wir schon fast aufgeben wollen, finden wir dann doch einen und gehen hinein. Es ist wie ein kleines Dorf, es gibt Straßen und Geschäfte, nichts ist überdacht. Wir gehen in ein Taco Restaurant, die Bedienung ist sehr freundlich (wie fast immer hier). Thomas und Tobias bestellen Coke und Marlene ein Sprite, ich einen Eistee, der komplett ungesüßt ist. Als Tobias seines auf einen Zug austrinkt, bringt die Kellnerin sofort Nachschub. Als die zwei das mitbekommen, dass man nur einmal zahlt und soviel trinken kann wie man will (um 2,50 Dollar), trinkt Tobias 7 Gläser!

Das Essen ist sehr gut (wir haben bis jetzt immer sehr gut gegessen) und dann gehen wir einkaufen. Zuerst in einen T-Mobile Shop, weil wir eine prepaid Karte kaufen wollen. Der Verkäufer ist total freundlich und berät uns sehr gut (in der Beratung und Freundlichkeit sind die Verkäufer nicht zu vergleichen mit denen in Österreich) und er freut sich, dass wir aus Österreich sind und eine so schöne Reise machen (die fragen hier einfach, was man vorhat, wie es einem gefällt).

Danach gehen wir in ein Crocs Geschäft, auch hier der Verkäufer überaus hilfsbereit ohne aufdringlich zu sein und auch er freut sich, dass wir so lange in ihrem Land sind und eine so tolle Reise machen.

Im nächsten Schuhgeschäft kaufe ich endlich Sandalen, mir ist in den Turnschuhen schon so heiß. Marlene entdeckt echte Converse Schuhe um 35 Dollar und wir kaufen auch diese.

Nun wird es aber Zeit, dass wir ins Disneyland kommen, wir haben ja einen 2 Tage Pass und wollen den auch noch ein wenig nutzen.

Hier ist alles gut organisiert und man fährt auf einen Parkplatz, der einem zugeteilt wird. Personal muss hier wirklich sehr billig sein, es gibt wirklcih immer viel davon. Wo bei uns vielleicht einer wäre (wenn überhaupt) arbeiten hier gleich vier oder fünf. Was für Thomas schlimm ist, weil er sich den Parkplatz nicht selber aussuchen kann, sondern den nehmen muss, der ihm zugewiesen wird.

Wir parken also auf unserm zugewiesenen Parkplatz und fahren mit dem Shuttle-Bus zum Disneyland. Wie gesagt, heute ist Sonntag und morgen ist der 4. Juli, ein großer Feiertag hier. Es sind wieder viele Leute da und das auch noch gegen halb sieben, als wir ankommen. Aber wie gesagt, alles ist gut organisiert und wir müssen meist nicht lange warten, auch weil wir nicht die super Attraktionen machen, sondern mit dem “alten” Teil beginnen (der Park besteht ja aus zwei Themenparks).

Zuerst steigen wir in den Zug, der rund um den Park fährt, das ist uns dann aber zu langweilig, weil er so langsam fährt und wir steigen in Toon Town aus.

Wir fahren mit einer kleinen Hochschaubahn, die mir auch für mich machbar erscheint und es ist echt lustig. Es ist natürlich Kitsch pur hier, aber genau das erwartet man ja auch, wenn man hierher kommt.

Thomas und ich fahren noch Karussell mit Pferdchen, die Kinder fühlen sich dafür schon zu groß und filmen und fotografieren uns. Wir fahren auch mit den Tea-pots von Alice in Wonderland.

Bereits um halb acht versammeln sich die Menschen um das große Feuerwerk um halb zehn vor dem Dornröschenschloss anzusehen, wir entscheiden uns, etwas anderes zu machen und irgendwie sind wir plötzlich wieder in der Schlange vor einer Achterbahn. Die Kinder meinen, ich würde das schaffen und was soll ich sagen: es war echt spaßig und ich hab brav wie die anderen mitgeschrien, wenn es bergab ging.

Wir sind dann in ein paar Giftshops und haben ein paar Sachen eingekauft. Mittlerweile war es dann auch schon fast so weit für das Feuerwerk (unglaublich wieviele Menschen sich da ansammeln) und wir beschlossen, es uns doch anzusehen. Und ja, es war einfach toll! Morgen ist ja der 4. Juli und sie haben für diesen Tag ein wirklich patriotisches Feuerwerk abgeschossen mit sehr pathetischen Texten dazwischen und die Menschen waren begeistert. Ja und wir auch.

Wir haben dann noch eine Kleinigkeit gegessen, und dann haben wir uns in die Line gestellt, wo wir mit ca 5000 anderen Menschen auf den Shuttle Bus gewartet haben. Aber wie schon erwähnt, die organisieren das super und es ging relativ schnell, dass wir wieder beim Parkplatz waren. Gegen 23 Uhr waren wir wieder im Hotel.

Link zu den Fotos: http://www.kietreiber.net/Amerika/Fotos/Los Angeles Tag 3/

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