Dienstag, 5. Juli 2011
Das war heute eine lange Fahrt von LA nach Flagstaff in Arizona. Mit Pausen sind wir fast 11 Stunden unterwegs gewesen.
Um 9 Uhr sind wir von Anaheim weggefahren Richtung Interstate 10, auf der wir bis White Water geblieben sind. Dort haben wir getankt und dann bin ich mit dem Auto gefahren.
Dazu ein kleiner Einschub: die Straßen sind hier nicht besonders toll, meist holprig und sehr geflickt. Und es ist egal, ob man auf einem Highway oder einer Interstate fährt, das hat keinen Einfluss auf die Qualität. Wir finden noch immer, dass die Amerikaner viel schneller fahren als erlaubt, fährt man selbst die erlaubte Höchstgeschwindigkeit, wird man dauernd von rechts oder links überholt. Auf der Seite oder auf der Straße liegen viele kaputte Reifen, aber sonst keinerlei Müll, das wird mit 1000 Dollar bestraft, worauf man oft hingewiesen wird.
Ich bin mit dem Auto gleich ganz zurecht gekommen, was aber auch daran liegt, dass ich bei beinahe null Verkehr gefahren bin. Wir sind von der Interstate 10 abgefahren auf die 62, welche durch die Wüste führt. Im Süden ist der Joshua Tree NAtional Park, im Norden die Mojave Wüste. Und nun beginnen 200 Meilen unglaubliche Landschaft. Viel Gegend, aber zum Teil wunderschön, wie man es in den Filmen sieht. Genauso hatte ich mir das vorgestellt. Es ist furchtbar heiß (ungefähr 110 Fahrenheit, das sind fast 44 Grad Celsius), wir sind froh über die Klimaanlage. Es gibt keine Tankstellen, keine Klos. Nichts. Uns kommen relativ viele Autos mit Motorbooten entgegen und wir haben wirklich keine Idee, wohin die fahren oder woher die kommen.
Es wird ziemlich ermüdend zu fahren, Thomas rastet sich neben mir aus, er muss ja dann wieder übernehmen. Ich fahre aber noch die 95 hoch zur Route 66, wo wir endlich wieder ein wenig Zivilisation sehen können. Wir starten auf der Route 66 mit Needles und fahren dann die Route 66 bis Kingman, wo wir wieder wunderbar essen bei Dambar. Es ist das erste Mal, dass wir nicht gefragt werden, woher wir sind und ich glaube shcon, mein Englisch ist schon so gut, dass man es nicht mehr merkt
Als wir dann zahlen (das geht hier flott, man hat noch nicht fertig gegessen und shcon die Rechnung am Tisch), fragt uns die Kellnerin dann doch woher wir sind und sie ist dann erleichtert, als wir “Austria” sagen, weil sie erzählt, dass ihre Großeltern aus Deutschland stammen und sie in ihrer Kindheit ein wenig Deutsch gelernt hat und uns aber nicht wirklich zuordnen konnte.
Bei Kingman fahren wir auf die Historic Route 66 und nun kommt etwas völlig Unerwartetes: Von der Ferne sehen wir, dass es total schwarz wird und die Wolken sehr schnell näher kommen. Der Wind weht von der Seite und weht von der Wüste trockene Pflanzen über die Straße, es bilden sich kleine Windhosen und es sieht wirklich spektakulär aus. Über dem Gebirge Blitze und es ist tiefschwarz. Auf der anderen Seite der Straße (diese bildet tatsächlich eine Art Grenze) scheint die Sonne. Es ist ein tolles Naturschauspiel. Nach einigen Kilometern beginnt es dann auch zu regnen, es ist der erste Regen hier in den USA. Die Temperatur sinkt rapide von fast 110 Fahrenheit auf 66 (19 Grad Celsius) und es riecht sehr gut. Die Landschaft wechselt auch von Wüste zu einer grüneren Gegend, wo viele Kühe grasen. Insgesamt wirklich beeindruckend,mit einer tollen Landschaft als Kulisse. Es sieht fast ein wenig kitschig aus.
Auf dieser Route merkt man nicht allzu viel von der Route 66, aber die Landschaft ist wirklich schön. Wir fahren dann bei Seligman wieder auf die Interstate 10, Thomas versucht vorher noch zu tanken, was sich schwierig gestaltet, da die Tankstellen Selfservice haben und es nicht so einfach ist, zu durchschauen, wie das funktioniert. Schließlich hilft ihm doch ein Angestellter und es klappt. Wir stellen fest, dass wir doch ganz schön viel Benzin brauchen. Eine Gallone (3,79l) kostet im Moment ca 4 Dollar, und so billig ist das dann auch wieder nicht.
Was uns ebenfalls verwundert, weil es uns von vielen Leuten anders erzählt wurde, sie nehmen hier nicht so gerne Kreditkarten, manche gar nicht, die bestehen auf Barzahlung, sei es beim Essen oder in Geschäften. Das war schon in NY so, auch in LA und hier haben wir das auch festgestellt.
Das restliche Stück nach Flagstaff ist landschaftlich echt schön, sehr grün, aber teilweise schüttet es ziemlich arg. Weil die Sonne grad untergeht, es ist halb acht, wirkt das auf uns auch sehr schön.
Wir sind schon sehr müde und froh, dass das HI Express Flagstaff nicht weit von der Interstate entfernt ist. Mittlerweile hat es zwar zu regnen aufgehört, es ist aber sehr frisch bei nur 55 Fahrenheit (13 Grad).
Unser Zimmer ist diesmal etwas größer, die Betten sind breiter, aber es ist lauter als die letzten, es liegt ja ziemlich nahe an der Autobahn und eine Bahnlinie scheint auch noch in der Nähe zu sein. Es ist kurz nach acht Uhr und wir schauen noch schnell in ein Denny´s, das gleich nebenan ist und uns empfohlen wurde. Es hat uns auch nicht enttäuscht.
Link zu den Fotos: http://www.kietreiber.net/Amerika/Fotos/Los Angeles Tag 5/
Hallo Ihr Lieben,
wow – das klingt sehr beeindruckend und die Fotos sind super!
Wenn ich das so sehe und lese…. dann würde ich am liebsten den nächsten Flieger nach Amerika nehmen…. aber ich hab’ ja hier noch noch einige Vorbereitungen bis 20. August zu treffen
Schick euch ganz liebe Grüße aus der Heimat heute bei Sonnenschein,
Birgit
p.s. Betina stell dir vor mein Kleid ist immer noch nicht da!!!!! **pankik**
Liebe Birgit, das gibt es doch nicht, wann kommt das Kleid????? Ich halte dir die Daumen, der 20.8. ist nicht mehr weit!!!
Alles Gute,
lg
Betina
Liebe Betina,
hoffentlich nächste Woche… wenn alles gut geht!
Aber die Leute bei Vondru sind sich glaub ich auch nicht mehr sicher!!! Ahhhhhhhhhh…….. zur Not muss ich noch schnell ein anderes Kleid auftreiben!!!! Ahhhhhhh
Glg. Birgit
Hi Wo ist denn der Facebook Like Button?